22. Juli 2007
Rettet den Scansoriopteryx!
Dieser süße gefell-fiederte Freund ist doch wahrlich goldig. Sein buntes Federkleid und die anmutige Gestalt, lassen ihn erscheinen, als würde ihn kein Wässerchen trüben. Der Scansoriopteryx ist 18 Centimeter lang und 7 Centimeter hoch, er wiegt ungefähr hundert Gramm und ähnelt weitgehend dem, was wir ein Eichhörnchen nennen.
Doch der Lebensweg des kleinen Halbvogelschatzes ist ein gefährlicher - denn er ist, wie so viele Arten unseres Planeten von der Ausrottung bedroht. Nur noch wenige Exemplare dieses erstaunlichen Wesens schmücken unseren Erdball. Um ehrlich zu sein: Es gibt keinen mehr von ihnen. Eigentlich ist er gänzlich ausgestorben. Und das zu einer Zeit vor ca. 113 Millionen Jahren.
Ich finde nicht, dass wir uns deswegen davon abhalten sollten, ihn zu schützen. Der Scansoriopteryx ist (nagut, er "war") eine Bereicherung für unser Artenspektrum und wir sollten nicht zulassen, dass er zugunsten von vermeindlich "besseren" Lebensformen dem Antlitz der Erde entschwindet. Ich rede hier von gezielter Aufzucht, ich rede hier von einem Lebensreservoir nur für Scansoriopteryx.
Ihr wollt die Umwelt schützen? Fangen wir in der Vergangenheit an - wer macht mit?
8. Juni 2007
Geschichtslehre.
"Na und? Ich habe einen guten Anwalt."
"Nicht so gut wie meiner: Die Klage liegt morgen in deinem Briefkasten."
"Meiner hat schon Revision eingelegt und drei Gegenklagen wegen Verleumdnung, Rufmord und Todschlag in die Wege geleitet und der Bescheid liegt gestern in deinem Briefkasten."
"Aus dem Grund hat mein Anwalt schon Vorgestern pro Gegenklage drei Gegengegenklagen bearbeitet und der Richter hat vor 5 Tagen das Urteil "schuldig" gesprochen."
"Das ist gar nichts - mein Anwalt hat schon vor einem Monat ein ganzes Team von Anwälten abgestellt, die unentwegt Gegengegengegenklagen einreichen und ein zweites, das neue erfindet. Dazu hat er mit dem Richter geschlafen und dieser hat dich für alle Anklagepunkte, bereits vor 2 Monaten, für schuldig befunden."
"Aber mein Anwalt hat öfter mit dem geschlafen und deswegen hat er seine Entscheidung schon vor 3 Monaten zurückgezogen und im gleichen Verfahren dich für alles verantwortlich gemacht."
"Aus dem Grund hat mein Anwalt schon Vorgestern pro Gegenklage drei Gegengegenklagen bearbeitet und der Richter hat vor 5 Tagen das Urteil "schuldig" gesprochen."
"Das ist gar nichts - mein Anwalt hat schon vor einem Monat ein ganzes Team von Anwälten abgestellt, die unentwegt Gegengegengegenklagen einreichen und ein zweites, das neue erfindet. Dazu hat er mit dem Richter geschlafen und dieser hat dich für alle Anklagepunkte, bereits vor 2 Monaten, für schuldig befunden."
"Aber mein Anwalt hat öfter mit dem geschlafen und deswegen hat er seine Entscheidung schon vor 3 Monaten zurückgezogen und im gleichen Verfahren dich für alles verantwortlich gemacht."
"Deshalb ist mein Anwalt schon vor 4 Monaten dagegen angegangen, indem er Diktator geworden ist, den Richter umgebracht und die Anklagepunkte für nichtig erklärt hat, dafür aber ein Erschießungskommando beordert hat, dich nächste Woche zu richten."
"Mein Anwalt hat eine Zeitmaschine gebaut und hat Julius Cäsar überredet, die Vorfahren und Verwandten deiner Verteidigher auszurotten."
"Aber bevor Cäsar den Befehl geben konnte, hat doch mein Verteidiger schon Brutus überredet, ihn zu töten."
(not to be continued...)
"Mein Anwalt hat eine Zeitmaschine gebaut und hat Julius Cäsar überredet, die Vorfahren und Verwandten deiner Verteidigher auszurotten."
"Aber bevor Cäsar den Befehl geben konnte, hat doch mein Verteidiger schon Brutus überredet, ihn zu töten."
(not to be continued...)
6. Juni 2007
Mann und Frau.
Teil 1
Herr Jeh und Frau Weh treffen sich in einem Stehcafe, direkt an der Spree. Sie reden, finden sich nett und heiraten zwei Jahre später, standesamtlich. Sie ziehen gemeinsam in eine Altbauwohnung, im dritten Stock, über dem Stehcafe, direkt an der Spree. Da sie eine sehr lange Familientradition besitzen, behalten sie ihre Nachnamen beide, sodass sie uns als Herr Jeh-Weh und Frau Jeh-Weh, über dem Stehcafe, im Altbau, direkt an der Spree, bekannt sind.
Doch um diese liebenswerten Menschen geht es gar nicht direkt. Denn sie selbst sind nur durch eine kleine schicksalhafte Fügung mit der Geschichte verbunden, die ich eigentlich erzähle.
Über dem besagten Stehcafe, im Altbau, direkt an der Spree, bezieht auch ein gewisser Herr Frau eine WG. Herr Herman Frau um ganz genau zu sein. Der junge Herman Frau trifft sich heute mit seiner Cousine dritten Grades - und als wäre dies nicht schon ein Wink mit dem ganzen Zaun, ist es doch auch der dritte Stock den unser lieber Herr Jeh-Weh und unsere liebe Frau Jeh-Weh im Altbau, über dem Stehcafe, direkt an der Spree, bewohnen und beleben.
Herman Frau jedenfalls und seine Cousine Frauke haben oft im Sandkasten zusammen gespielt. Damals haben sie sich oft geheiratet und der gemeinsame Freund Manfred musste den Trauzeugen spielen, weil er hässlicher als Herman war.
Heute ist Herman hässlicher als Manfred und deswegen heiratete Frauke Manfred in echt, mit Herman als Trauzeugen.
Frauke und Manfred haben beide eine sehr lange Familientradition, deswegen entschieden sie sich, die Namen Frau Frauke Mann-Frau und Herr Manfred Mann-Frau anzunehmen.
Als wäre dies nicht genug, beschlossen Frauke Mann-Frau und Manfred Mann-Frau, eine Ausgeburt ihrerseits, in Form eines Kindes, zu bekommen. Der Geburtstag traf zufälligerweise den Umzugstag unserer Frau Jeh-Weh und unseres Herren Jeh-Weh in den Altbau, an der Spree. Weniger durch Zufall bestimmt, trägt die Ausgeburt in Form eines Kindes den gleichen, fast selben, Namen, den auch der langjährige Freund der Eltern hat: Herman.
Den jungen Erwachsenen Herr Herman Frau, im Altbau an der Spree, stört das nicht, denn das Kind ist genau so hässlich, wie auch er es ist und heute kommen sie alle zu Besuch.
Teil 2
Die Türe klingelt später als geplant, in der WG des Herren Herman Frau, im Altbau, über dem Stehcafe an der Spree. Doch niemand zeigt sich bestürzt darüber und es werden Handschläge, Umarmungen und Komplimente ausgetauscht, Sekt und Selters angerichtet und zum Verzehr, Erdnüsse und Salzstangen in der Mitte des Tisches genau so geschickt drappiert, dass man sie zwar mit Anstrengung und unter Leistung körperlicher Betätigung erreichen könnte, man sich aber nicht traut, da die geradewegs freundschaftliche Konversation dadurch einen gewissen Drall in Richtung eines "ja, ich höre dir zwar gerne zu, aber eigentlich würde ich jetzt viel lieber Erdnüsse essen"s bekommen würde. Herman benutzte diesen Trick immer, um gute Freunde von falschen auseinander halten zu können: Je weniger Erdnüsse am Ende einer Feier da sind, desto schlechter die Freunde und desto schlechter die Feierlichkeit.
"Herman, wir haben uns ewig nicht gesehen - es wurde längst mal wieder Zeit, dass mein Manfred hier und ich wieder an die Spree gehen.", sagt Frauke nun und kaum, dass jemand etwas erwidern kann:
(... to be continued)
Herr Jeh und Frau Weh treffen sich in einem Stehcafe, direkt an der Spree. Sie reden, finden sich nett und heiraten zwei Jahre später, standesamtlich. Sie ziehen gemeinsam in eine Altbauwohnung, im dritten Stock, über dem Stehcafe, direkt an der Spree. Da sie eine sehr lange Familientradition besitzen, behalten sie ihre Nachnamen beide, sodass sie uns als Herr Jeh-Weh und Frau Jeh-Weh, über dem Stehcafe, im Altbau, direkt an der Spree, bekannt sind.
Doch um diese liebenswerten Menschen geht es gar nicht direkt. Denn sie selbst sind nur durch eine kleine schicksalhafte Fügung mit der Geschichte verbunden, die ich eigentlich erzähle.
Über dem besagten Stehcafe, im Altbau, direkt an der Spree, bezieht auch ein gewisser Herr Frau eine WG. Herr Herman Frau um ganz genau zu sein. Der junge Herman Frau trifft sich heute mit seiner Cousine dritten Grades - und als wäre dies nicht schon ein Wink mit dem ganzen Zaun, ist es doch auch der dritte Stock den unser lieber Herr Jeh-Weh und unsere liebe Frau Jeh-Weh im Altbau, über dem Stehcafe, direkt an der Spree, bewohnen und beleben.
Herman Frau jedenfalls und seine Cousine Frauke haben oft im Sandkasten zusammen gespielt. Damals haben sie sich oft geheiratet und der gemeinsame Freund Manfred musste den Trauzeugen spielen, weil er hässlicher als Herman war.
Heute ist Herman hässlicher als Manfred und deswegen heiratete Frauke Manfred in echt, mit Herman als Trauzeugen.
Frauke und Manfred haben beide eine sehr lange Familientradition, deswegen entschieden sie sich, die Namen Frau Frauke Mann-Frau und Herr Manfred Mann-Frau anzunehmen.
Als wäre dies nicht genug, beschlossen Frauke Mann-Frau und Manfred Mann-Frau, eine Ausgeburt ihrerseits, in Form eines Kindes, zu bekommen. Der Geburtstag traf zufälligerweise den Umzugstag unserer Frau Jeh-Weh und unseres Herren Jeh-Weh in den Altbau, an der Spree. Weniger durch Zufall bestimmt, trägt die Ausgeburt in Form eines Kindes den gleichen, fast selben, Namen, den auch der langjährige Freund der Eltern hat: Herman.
Den jungen Erwachsenen Herr Herman Frau, im Altbau an der Spree, stört das nicht, denn das Kind ist genau so hässlich, wie auch er es ist und heute kommen sie alle zu Besuch.
Teil 2
Die Türe klingelt später als geplant, in der WG des Herren Herman Frau, im Altbau, über dem Stehcafe an der Spree. Doch niemand zeigt sich bestürzt darüber und es werden Handschläge, Umarmungen und Komplimente ausgetauscht, Sekt und Selters angerichtet und zum Verzehr, Erdnüsse und Salzstangen in der Mitte des Tisches genau so geschickt drappiert, dass man sie zwar mit Anstrengung und unter Leistung körperlicher Betätigung erreichen könnte, man sich aber nicht traut, da die geradewegs freundschaftliche Konversation dadurch einen gewissen Drall in Richtung eines "ja, ich höre dir zwar gerne zu, aber eigentlich würde ich jetzt viel lieber Erdnüsse essen"s bekommen würde. Herman benutzte diesen Trick immer, um gute Freunde von falschen auseinander halten zu können: Je weniger Erdnüsse am Ende einer Feier da sind, desto schlechter die Freunde und desto schlechter die Feierlichkeit.
"Herman, wir haben uns ewig nicht gesehen - es wurde längst mal wieder Zeit, dass mein Manfred hier und ich wieder an die Spree gehen.", sagt Frauke nun und kaum, dass jemand etwas erwidern kann:
(... to be continued)
3. Juni 2007
Das Mikrobenschutzgesetz
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Mein sehr geehrter Herr Minister Gesangsverein,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Mir wird heute das große Wohl zuteil, einen historischen Moment einzuleuten. Einen Moment, der eine Wende aller Werte bedeutet, die wir bisher kannten. Heute, ja heute, ist der Tag gekommen, ein neues Gesetz zu verabschieden.
Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass im einstimmigen Einverständnis aller Abgeordneten aller Parteien, die jahrtausende anhaltende Unterjochung der Einzeller in unserer Gesellschaft ein glückliches Ende findet. Von nun an sind die industrielle Nutzung von Bakterienstämmen zur Gewinnung von Pharmazeutika, sowie auch das Waschen mit Seife oder das Nutzen etwaiger Reinigungsprodukte, wie zum Beispiel Zahnpasta, verboten und gehören ab diesem Moment der Geschichte an.
Niemals mehr, wird eine Mikrobe unter dem harten Urteil eines Mehrzellers leiden müssen, denn es ist längst die Zeit, dass wir uns auf unsere grundlegenden Werte des gemeinschaftlichen Zusammenlebens besinnen. Ich betone, und wünsche, dass es allen Anwesenden und nicht Anwesenden klar wird, dass egal, ob schwarz oder weiß, ob glücklich oder nicht so glücklich, ob Mikrobe, Maschine oder Mensch, ob Mammut oder Moskito, Männlein oder nicht, wir alle, alle, alles Individuen sind und keiner, und ich sage ganz bewusst keiner, hat das Recht, sich über das fundamentalste aller Rechte zu erheben: Das Recht zu existi... *Peng!* doch weiter kommt er nicht in dem Satz, denn just zu dieser Zeit entschloss sich Gott, dem wilden Treiben seiner Schöpfung ein jähes Ende zu bereiten und sich schlafen zu legen.
Mein sehr geehrter Herr Minister Gesangsverein,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Mir wird heute das große Wohl zuteil, einen historischen Moment einzuleuten. Einen Moment, der eine Wende aller Werte bedeutet, die wir bisher kannten. Heute, ja heute, ist der Tag gekommen, ein neues Gesetz zu verabschieden.
Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass im einstimmigen Einverständnis aller Abgeordneten aller Parteien, die jahrtausende anhaltende Unterjochung der Einzeller in unserer Gesellschaft ein glückliches Ende findet. Von nun an sind die industrielle Nutzung von Bakterienstämmen zur Gewinnung von Pharmazeutika, sowie auch das Waschen mit Seife oder das Nutzen etwaiger Reinigungsprodukte, wie zum Beispiel Zahnpasta, verboten und gehören ab diesem Moment der Geschichte an.
Niemals mehr, wird eine Mikrobe unter dem harten Urteil eines Mehrzellers leiden müssen, denn es ist längst die Zeit, dass wir uns auf unsere grundlegenden Werte des gemeinschaftlichen Zusammenlebens besinnen. Ich betone, und wünsche, dass es allen Anwesenden und nicht Anwesenden klar wird, dass egal, ob schwarz oder weiß, ob glücklich oder nicht so glücklich, ob Mikrobe, Maschine oder Mensch, ob Mammut oder Moskito, Männlein oder nicht, wir alle, alle, alles Individuen sind und keiner, und ich sage ganz bewusst keiner, hat das Recht, sich über das fundamentalste aller Rechte zu erheben: Das Recht zu existi... *Peng!* doch weiter kommt er nicht in dem Satz, denn just zu dieser Zeit entschloss sich Gott, dem wilden Treiben seiner Schöpfung ein jähes Ende zu bereiten und sich schlafen zu legen.
22. Juli 2006
Auf dem Mars ein Snickers kaufen!
Hallo Menschen, eure Frisuren sitzen aber heute wirklich wieder fantastisch!
Ich möchte heute vielerlei Dinge veräußern. Vielleicht werde ich den Eintrag der Übersicht zuliebe ein bisschen gliedern. Ich schreibe absichtlich "vielleicht", weil ich mir ja nicht sicher bin - Ich habe es bestimmt schon gesagt, aber es ist gut, sich nicht immer sicher zu sein. Ja, ich denke sogar, es hat etwas jugendliches, nicht sicher zu sein, um nicht gar zu weit aus dem Fenster zu lehnen, halte ich es zumindest für gesund. Ich möchte euch etwas schreiben:
Der einzige Barbier in Posemuckel rasiert alle Männer in Posemuckel. Nur nicht die, die sich selbst rasieren. Wenn das so ist, rasiert der Barbier in Posemuckel sich dann selbst?
Man muss dazu sagen, dass er kein Bartträger ist. Denkt mal darüber nach. Wer auf die Lösung kommt, bekommt von mir ein Bonbon. Würde der arme Barbier es versuchen, so müsste er sich wohl in ein Logikwölkchen auflösen. Das erinnert mich an etwas. Ähnlich, aber nicht ganz so schlimm ist die Frage nach Aronal oder Elmex - was passiert wohl, wenn man zu der richtigen Tageszeit die falsche Paste verwendet? Ich glaube, da passiert schon nichts. Aber mein Biologielehrer sagte, dass es eventuell Stoffe geben könnte, die Schaden anrichten würden, würde man nach dem Putzen mit Elmex (Abendpaste) noch etwas essen. Huiuiui. Da isst man dann sein Käsebrot und schon ist man tot.
"Aber warum muss es denn auch Käse sein?", fragt ihr? Ich weiß es: Ich möchte noch ein Beispiel vorführen:
Je mehr Käse, desto mehr Löcher.
Je mehr Löcher, desto weniger Käse.
Also: Je mehr Käse, desto weniger Käse.
Essen, ja. Das ist seltsam. Ich führe nebenbei ein Gespräch über das Essen - nur oberflächlig glücklicherweise, denn genauer betrachtet ist es kein schöner Gedanke: Die Idee des Essens, Einverleibens, in der Trophieordnung Höherstehens, Aufessens, Vernichtens. Wir unterwerfen uns dem Zweck des Essens. Wenn ich sage "Essen ist böse", so meine ich nicht unsere Nachbarstadt.
Die Stadt Essen stellt sich nämlich bei Gelegenheit als sehr schön heraus, wenn man an einem warmen Sommersonntagabend durch die menschenleere Großstadt geht. Ich war noch nie an einem Winterdienstagmorgen dort, aber unter Umständen, kann es selbst dann, wenn es obendrein menschenvoll ist, schön sein - man kann sich seine schönen Orte ja überall suchen. Ich komme sehr oft von schönen Orten an schöne Orte. In den Ferien ist ein guter Zeitpunkt, um an schönen Orten platonisch plantschen zu gehen.
Ohja, schöne Orte kommen auch von innen heraus. Drinnen in der Seele, wo nichts verboten ist. Wie war das gleich? "Die Gedanken sind frei". In Gedanken könnte ich auf dem Mars ein Snickers kaufen. Ein beruhigender Gedanke, weil mein Blog auch so ein Ort ist, an dem ich die Freiheit habe, meinen Gedanken Luft zu machen. Ich darf fast alles: Glökülokulapulikölukarilakö. Das darf ich! Lögükologalilalöks. Ich darf nicht schreiben, was gegen die Verfassung verstößt - aber das brauche ich auch nicht.
Ich darf zusammenhangslos das Thema wechseln, ohne, dass jemand etwas dagegen machen könnte. So lege ich euch zunächst folgende schöne Adresse ans Herz: http://zahnloserfrosch.blogspot.com/ bevor ich euch dann auf meine liebe, kleine Schwester aufmerksam machen werde: (Ihr müsst euch jetzt vorstellen, dass ich mich bewege, wie die Kinder aus der Sendung "Dingsda") Ich habe eine liebe, kleine Schwester, die Katharina heißt und die hat einen Blogeintrag für mich gemacht. Also mache ich auch einen mit ganz viel Katharina drin.
Jaja, die Katharina ist schon eine. Eine nette, humorvolle Schwester. Ich weiß jetzt eigentlich gar nicht, die richtigen Worte zu fassen; denn das ist schon schwer, etwas wirklich zu beschreiben, wo das meiste doch innen ist. Im Gefühl ist jedenfalls, dass jeder sie mögen muss. Nicht, weil ich das sage, aber weil sie umgänglich ist und nicht dumm. Ich werde jetzt tabellarisch vorgehen, weil ich dann nicht mehr viel überlegen muss, wie ich es ausdrücke, damit ich es treffend vermitteln kann:
°Kathi ist unterwegs °Kathi ist oft in Dörfern °Kathi verpasst manchmal Sylvester °Kathi hört fabelhafte Musik °Kathi braucht den PC °Kathi hört, wenn jemand in die Wanne fällt °Kathi singt Singstar mit °Kathi spielt auch gerne °Kathi malt °Kathi hat ein Autogramm von Heino °Kathi möchte heute nacht die Fenster nicht auf haben, weil die Insekten hereinkommen °Kathi heißt auch Knollo und Nase °Kathi soll das aber nicht so ernst nehmen! °Kathi nimmt das bestimmt auch nicht so ernst, weil sie, wie schon anfangs erwähnt humorvoll ist.
Auf Anfrage gibt es auch ein Sequel - Mir fällt noch mehr ein!
Etwas weiteres, warum Kathi auch toll ist, ist die Poesie, die Kathi in ihrem Blog hat. Ich möchte sowas ab jetzt auch und deswegen füge ich ab jetzt, wenn ich Lust habe noch einen Happen für die Literaturliebhaber hinterher.
Hier geht's los:
Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden,daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf - Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke
Im Jardin des Plantes, Paris
Nagut, es ist nicht neu und nicht "underground" - aber ich finde ihn immernoch einen der schönsten Gedichte, den Panther.
Ich wünsche euch was! r0ckt 0n!
Ich möchte heute vielerlei Dinge veräußern. Vielleicht werde ich den Eintrag der Übersicht zuliebe ein bisschen gliedern. Ich schreibe absichtlich "vielleicht", weil ich mir ja nicht sicher bin - Ich habe es bestimmt schon gesagt, aber es ist gut, sich nicht immer sicher zu sein. Ja, ich denke sogar, es hat etwas jugendliches, nicht sicher zu sein, um nicht gar zu weit aus dem Fenster zu lehnen, halte ich es zumindest für gesund. Ich möchte euch etwas schreiben:
Der einzige Barbier in Posemuckel rasiert alle Männer in Posemuckel. Nur nicht die, die sich selbst rasieren. Wenn das so ist, rasiert der Barbier in Posemuckel sich dann selbst?
Man muss dazu sagen, dass er kein Bartträger ist. Denkt mal darüber nach. Wer auf die Lösung kommt, bekommt von mir ein Bonbon. Würde der arme Barbier es versuchen, so müsste er sich wohl in ein Logikwölkchen auflösen. Das erinnert mich an etwas. Ähnlich, aber nicht ganz so schlimm ist die Frage nach Aronal oder Elmex - was passiert wohl, wenn man zu der richtigen Tageszeit die falsche Paste verwendet? Ich glaube, da passiert schon nichts. Aber mein Biologielehrer sagte, dass es eventuell Stoffe geben könnte, die Schaden anrichten würden, würde man nach dem Putzen mit Elmex (Abendpaste) noch etwas essen. Huiuiui. Da isst man dann sein Käsebrot und schon ist man tot.
"Aber warum muss es denn auch Käse sein?", fragt ihr? Ich weiß es: Ich möchte noch ein Beispiel vorführen:
Je mehr Käse, desto mehr Löcher.
Je mehr Löcher, desto weniger Käse.
Also: Je mehr Käse, desto weniger Käse.
Essen, ja. Das ist seltsam. Ich führe nebenbei ein Gespräch über das Essen - nur oberflächlig glücklicherweise, denn genauer betrachtet ist es kein schöner Gedanke: Die Idee des Essens, Einverleibens, in der Trophieordnung Höherstehens, Aufessens, Vernichtens. Wir unterwerfen uns dem Zweck des Essens. Wenn ich sage "Essen ist böse", so meine ich nicht unsere Nachbarstadt.
Die Stadt Essen stellt sich nämlich bei Gelegenheit als sehr schön heraus, wenn man an einem warmen Sommersonntagabend durch die menschenleere Großstadt geht. Ich war noch nie an einem Winterdienstagmorgen dort, aber unter Umständen, kann es selbst dann, wenn es obendrein menschenvoll ist, schön sein - man kann sich seine schönen Orte ja überall suchen. Ich komme sehr oft von schönen Orten an schöne Orte. In den Ferien ist ein guter Zeitpunkt, um an schönen Orten platonisch plantschen zu gehen.
Ohja, schöne Orte kommen auch von innen heraus. Drinnen in der Seele, wo nichts verboten ist. Wie war das gleich? "Die Gedanken sind frei". In Gedanken könnte ich auf dem Mars ein Snickers kaufen. Ein beruhigender Gedanke, weil mein Blog auch so ein Ort ist, an dem ich die Freiheit habe, meinen Gedanken Luft zu machen. Ich darf fast alles: Glökülokulapulikölukarilakö. Das darf ich! Lögükologalilalöks. Ich darf nicht schreiben, was gegen die Verfassung verstößt - aber das brauche ich auch nicht.
Ich darf zusammenhangslos das Thema wechseln, ohne, dass jemand etwas dagegen machen könnte. So lege ich euch zunächst folgende schöne Adresse ans Herz: http://zahnloserfrosch.blogspot.com/ bevor ich euch dann auf meine liebe, kleine Schwester aufmerksam machen werde: (Ihr müsst euch jetzt vorstellen, dass ich mich bewege, wie die Kinder aus der Sendung "Dingsda") Ich habe eine liebe, kleine Schwester, die Katharina heißt und die hat einen Blogeintrag für mich gemacht. Also mache ich auch einen mit ganz viel Katharina drin.
Jaja, die Katharina ist schon eine. Eine nette, humorvolle Schwester. Ich weiß jetzt eigentlich gar nicht, die richtigen Worte zu fassen; denn das ist schon schwer, etwas wirklich zu beschreiben, wo das meiste doch innen ist. Im Gefühl ist jedenfalls, dass jeder sie mögen muss. Nicht, weil ich das sage, aber weil sie umgänglich ist und nicht dumm. Ich werde jetzt tabellarisch vorgehen, weil ich dann nicht mehr viel überlegen muss, wie ich es ausdrücke, damit ich es treffend vermitteln kann:
°Kathi ist unterwegs °Kathi ist oft in Dörfern °Kathi verpasst manchmal Sylvester °Kathi hört fabelhafte Musik °Kathi braucht den PC °Kathi hört, wenn jemand in die Wanne fällt °Kathi singt Singstar mit °Kathi spielt auch gerne °Kathi malt °Kathi hat ein Autogramm von Heino °Kathi möchte heute nacht die Fenster nicht auf haben, weil die Insekten hereinkommen °Kathi heißt auch Knollo und Nase °Kathi soll das aber nicht so ernst nehmen! °Kathi nimmt das bestimmt auch nicht so ernst, weil sie, wie schon anfangs erwähnt humorvoll ist.
Auf Anfrage gibt es auch ein Sequel - Mir fällt noch mehr ein!
Etwas weiteres, warum Kathi auch toll ist, ist die Poesie, die Kathi in ihrem Blog hat. Ich möchte sowas ab jetzt auch und deswegen füge ich ab jetzt, wenn ich Lust habe noch einen Happen für die Literaturliebhaber hinterher.
Hier geht's los:
Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden,daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf - Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke
Im Jardin des Plantes, Paris
Nagut, es ist nicht neu und nicht "underground" - aber ich finde ihn immernoch einen der schönsten Gedichte, den Panther.
Ich wünsche euch was! r0ckt 0n!
2. Juli 2006
Der Kern des Ganzen
Hallo lieber Leser!
Ich schreibe wieder. Was ist passiert? Es sind Ferien und es ist schön, dass in meinem Leben manchmal einfach nicht so viel passiert. Zunächst muss gesagt werden, dass ja im großen und ganzen sehr viel passiert: Viele schlafen, manche essen, einige sterben (Ich möchte an dieser Stelle vor allem an unser aller Freund Bruno erinnern, den Problembären, für welchen das Motto "zu Gast bei Freunden" vielleicht nicht galt.) und werden geboren und irgendwo in China fällt sicherlich auch gerade ein Sack Schweine um. Denn China ist dem gelangweilten Leser schon längst nicht mehr als großer Reisexporteur bekannt, sondern ist in seinen Gedanken vielmehr dem Ruf als Schweinemassenverkäufer gerecht. 472,9 Millionen Schweine katapultierten die Volksrepublik im Jahre 2004 an den Platz nummero eins der weltweiten Wirtschaftsrangliste. Aber das sind wie gesagt Fakten von Gelangweilten für Gelangweilte.
Fußballfakten sind dertage viel wertvolleres Gut. Gut, Also:
ENGLAND - PORTUGAL 1:3 (i.E.)
BRASILIEN - FRANKREICH 0:1
Aber das sind wiederhin Mainstreaminformationen und Mainstream zu sein ist ja schon lange aus der Mode. Es ist besser, Zwiebelringe zu essen und kollektiv anders zu sein, als die anderen - und aber weil ich auch gerne wieder einen philosphischen Aspekt in meinem Schreibwerk haben möchte, denke ich jetzt über etwas ganz anderes nach: Nämlich über den Kern des Ganzen.
Was ist das eigentlich? Ein Kern, ein Ganzes? Fragen wir denn eigentlich nach dem Kern oder nach dem Ganzen? Was ist eine Frage? Was ist was? Wie ist was? Wo ist wie? Ist wie wo? Wie ist ist? Ist ist ist? Wo ganz Kern? Ist Kern ist? Ganz Kern ist? Ist Kern ganz? Ist Kern Gans? Cogito ergo sum?
Puh, fertig. So schnell führt die Frage nach dem Kern also zu der eigentlichen Frage, welche die mentale Essenz des großen Denkers Descartes darstellt: "Ich denke also bin ich?". Wer hätte das gedacht? Ich weiß leider nur die vorletzte Frage zu beantworten. Kern ist Gans, ja - wie sollte es auch anders sein? Und damit wären wir auch schon am Ende meiner heutigen geistigen Potenz. Leider? Naja. Heute gab es nicht viele Antworten, nur mehr Fragen. Aber ich komme wieder und daran glaube ich!
Bis dann, bis bald, rollt gut, euer Mo!
Ich schreibe wieder. Was ist passiert? Es sind Ferien und es ist schön, dass in meinem Leben manchmal einfach nicht so viel passiert. Zunächst muss gesagt werden, dass ja im großen und ganzen sehr viel passiert: Viele schlafen, manche essen, einige sterben (Ich möchte an dieser Stelle vor allem an unser aller Freund Bruno erinnern, den Problembären, für welchen das Motto "zu Gast bei Freunden" vielleicht nicht galt.) und werden geboren und irgendwo in China fällt sicherlich auch gerade ein Sack Schweine um. Denn China ist dem gelangweilten Leser schon längst nicht mehr als großer Reisexporteur bekannt, sondern ist in seinen Gedanken vielmehr dem Ruf als Schweinemassenverkäufer gerecht. 472,9 Millionen Schweine katapultierten die Volksrepublik im Jahre 2004 an den Platz nummero eins der weltweiten Wirtschaftsrangliste. Aber das sind wie gesagt Fakten von Gelangweilten für Gelangweilte.
Fußballfakten sind dertage viel wertvolleres Gut. Gut, Also:
ENGLAND - PORTUGAL 1:3 (i.E.)
BRASILIEN - FRANKREICH 0:1
Aber das sind wiederhin Mainstreaminformationen und Mainstream zu sein ist ja schon lange aus der Mode. Es ist besser, Zwiebelringe zu essen und kollektiv anders zu sein, als die anderen - und aber weil ich auch gerne wieder einen philosphischen Aspekt in meinem Schreibwerk haben möchte, denke ich jetzt über etwas ganz anderes nach: Nämlich über den Kern des Ganzen.
Was ist das eigentlich? Ein Kern, ein Ganzes? Fragen wir denn eigentlich nach dem Kern oder nach dem Ganzen? Was ist eine Frage? Was ist was? Wie ist was? Wo ist wie? Ist wie wo? Wie ist ist? Ist ist ist? Wo ganz Kern? Ist Kern ist? Ganz Kern ist? Ist Kern ganz? Ist Kern Gans? Cogito ergo sum?
Puh, fertig. So schnell führt die Frage nach dem Kern also zu der eigentlichen Frage, welche die mentale Essenz des großen Denkers Descartes darstellt: "Ich denke also bin ich?". Wer hätte das gedacht? Ich weiß leider nur die vorletzte Frage zu beantworten. Kern ist Gans, ja - wie sollte es auch anders sein? Und damit wären wir auch schon am Ende meiner heutigen geistigen Potenz. Leider? Naja. Heute gab es nicht viele Antworten, nur mehr Fragen. Aber ich komme wieder und daran glaube ich!
Bis dann, bis bald, rollt gut, euer Mo!
19. Juni 2006
Ein Muss für Individualisten
Hallo, liebes Teilglied unserer modernen, unterhaltungssüchtigen Massenspaßgesellschaft.
War das nicht irgendwie zu grob gesagt? Sicherlich.
Warum denn so? Ich weiß auch nicht, denn heute ist ganz offensichtlich ein schöner Tag: Dani kommt aus Potsdam wieder, in der Schule kann man getrost weiterschlafen und Termine für die weitere Woche habe ich ebenfalls geplant. Also bin ich glücklich.
Merkt ihr etwas? Möglicherweise nicht. Ich habe gerade etwas gemerkt: Wir Menschen sind so einfach strukturiert. Allein drei schöne Dinge vermögen es, mir diesen Tag zu verzuckersüßen. Man mag ja sagen, dass die Psyche doch so unberechenbar ist, aber ist es nicht das, was das ganze so einfach macht? In der Verhaltensforschung gibt es nicht viele Regeln, an die man sich halten kann. "Jeder Mensch ist einzigartig" ist eine der wenigen Regeln, die wohl Einzug in das komplexe Gebiet gehalten haben. Jeden gibt's genau ein mal, an einem Ort und in einen zeitlichen Rahmen gefasst ist jeder zu jeglicher Zeit nur ein mal existent.
Dazu habe ich jetzt sogar etwas tolles zu erzählen, worauf Nora uns in einer kleinen Gesprächsrunde aufmerksam machte: Auf den Packungen der uns allseits bekannten Zwiebelringen ist der Spruch "Ein Muss für Individualisten" nebst fröhlich daherknabbernden Frauen und Männern abgebildet. Das ist doch irgendwie eine putzige Vorstellung, oder? Wer ein Wertesystem unterstützen möchte, in dem das Individuum im Mittelpunkt aller Betrachtung steht, der möchte doch bitte unbedingt jenes Salzgebäck kaufen, denn auch jeder Zwiebelring ist einzigartig und fördert den inneren Freihaitswillen eines jeden von uns!
Mindestens ebenso putzig finde ich die Rezensionsschreiben auf E-bay: "Gerne wieder" bündelt doch irgendwie auch alles, was man noch zu sagen hat, wenn man zufrieden mit einem Kauf ist. Ich werde versuchen, diesen Satz in meinen alltäglichen Sprachgebrauch einfließen zu lassen. Ich kaufe "gerne wieder" ein Buch, "gerne wieder" eine Bratwurst, "gerne wieder" werde ich mit dem Bus fahren und hin und wieder kaufe ich auch "gerne wieder" Zwiebelringe ein.
Ich hoffe, ihr lest mich gerne wieder, ich werde jetzt gerne wieder von meinem Blog gehen und gerne wieder duschen.
Ich wünsche, dass der Äther über euch wacht, und ihr von einem Schleier glücklicher Schicksalsfügungen bedeckt seid. Roqt on!
War das nicht irgendwie zu grob gesagt? Sicherlich.
Warum denn so? Ich weiß auch nicht, denn heute ist ganz offensichtlich ein schöner Tag: Dani kommt aus Potsdam wieder, in der Schule kann man getrost weiterschlafen und Termine für die weitere Woche habe ich ebenfalls geplant. Also bin ich glücklich.
Merkt ihr etwas? Möglicherweise nicht. Ich habe gerade etwas gemerkt: Wir Menschen sind so einfach strukturiert. Allein drei schöne Dinge vermögen es, mir diesen Tag zu verzuckersüßen. Man mag ja sagen, dass die Psyche doch so unberechenbar ist, aber ist es nicht das, was das ganze so einfach macht? In der Verhaltensforschung gibt es nicht viele Regeln, an die man sich halten kann. "Jeder Mensch ist einzigartig" ist eine der wenigen Regeln, die wohl Einzug in das komplexe Gebiet gehalten haben. Jeden gibt's genau ein mal, an einem Ort und in einen zeitlichen Rahmen gefasst ist jeder zu jeglicher Zeit nur ein mal existent.
Dazu habe ich jetzt sogar etwas tolles zu erzählen, worauf Nora uns in einer kleinen Gesprächsrunde aufmerksam machte: Auf den Packungen der uns allseits bekannten Zwiebelringen ist der Spruch "Ein Muss für Individualisten" nebst fröhlich daherknabbernden Frauen und Männern abgebildet. Das ist doch irgendwie eine putzige Vorstellung, oder? Wer ein Wertesystem unterstützen möchte, in dem das Individuum im Mittelpunkt aller Betrachtung steht, der möchte doch bitte unbedingt jenes Salzgebäck kaufen, denn auch jeder Zwiebelring ist einzigartig und fördert den inneren Freihaitswillen eines jeden von uns!
Mindestens ebenso putzig finde ich die Rezensionsschreiben auf E-bay: "Gerne wieder" bündelt doch irgendwie auch alles, was man noch zu sagen hat, wenn man zufrieden mit einem Kauf ist. Ich werde versuchen, diesen Satz in meinen alltäglichen Sprachgebrauch einfließen zu lassen. Ich kaufe "gerne wieder" ein Buch, "gerne wieder" eine Bratwurst, "gerne wieder" werde ich mit dem Bus fahren und hin und wieder kaufe ich auch "gerne wieder" Zwiebelringe ein.
Ich hoffe, ihr lest mich gerne wieder, ich werde jetzt gerne wieder von meinem Blog gehen und gerne wieder duschen.
Ich wünsche, dass der Äther über euch wacht, und ihr von einem Schleier glücklicher Schicksalsfügungen bedeckt seid. Roqt on!
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